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Midgard ist ein Roman von Wolfgang und Heike Hohlbein, der erstmals 1987 erschien.

Handlung Bearbeiten

Das Buch handelt von dem 14-jährigen Jungen Lif. Dieser lebt bei seinen Zieheltern Osrun und Fjella, zwei Stiefbrüdern und der alten Frau Skalla auf einem Hof an der Küste des Landes Midgard. Lif selber stammt nicht aus Midgard, er wurde in einem kleinen Nachen aus Goldblech von Osrun am Strand gefunden.

Lif hat oft Tagträume und Osrun duldet diese nicht, da er denkt, die Träume würden Lif verweichlichen und von der Arbeit abhalten. Ebensowenig duldet er es, wenn die alte Skalla Lif alte nordische Sagen erzählt.

Eines Tages als ein Sturm aufzieht sieht Lif an der Küste ein fremdes Schiff, das Nagelfar, einen Vorboten des Fimbulwinters. Auf dem Hof glaubt ihm niemand außer Skalla. Einige Tage später verliert Lif im Sturm eine Kuh und sucht diese, aus Angst von Osrun bestraft zu werden.

Im Wald beobachtet er den Kampf zwischen dem Asen Baldur und dem Fenriswolf, da Baldur ihn für seinen Zwillingsbruder Lifthrasil hält, versucht er Lif zu erschlagen, jedoch verhindert eine auftauchende Norne weiteres. Lif wird ohnmächtig und von Osrun im Wald gefunden.

Der Sturm nimmt kein Ende und Lif bekommt von Skalla nun die gesamte Geschichte erzählt - Skalla berichtet, dass der Fimbulwinter hereingebrochen ist und Ragnarök bevorsteht. Lif macht sich auf die Suche nach seinem Bruder Lifthrasil und läuft davon.

Auf seiner Suche trifft er den König der Alben, Eugel, der ihn vor einem Rudel Wölfe rettet. Zusammen mit Eugel besteigt Lif das Schiff der Norne Skuld, dass ihn nach Asgard dem Sitz der Asen bringen soll. Jedoch werden die beiden von Jörmungander, der Midgardschlange angegriffen und schließlich von Surtur, dem Feuerriesen gefangengenommen. Die beiden werden nach Muspelheim gebracht, wo sie zusammen mit Baldur getötet werden sollen. Hier trifft Lif das erste Mal auf seinen Bruder Lifthrasil, dieser verhilft ihnen zur Flucht, um die Prophezeiung, dass die beiden sich auf dem Schlachtfeld begegnen sollen, nicht zu gefährden.

Auf der Flucht vor Surtur und seinen Riesen durchqueren Lif und seine beiden Begleiter das Totenreich, finden an der Wurzel der Weltesche Yggdrasil den Thors verloren geglaubten Hammer Mjölnir und verwunden den Drachen Nidhögger. Der Wächter zur Unterwelt, der Höllenhund Garm, wird ebenfalls erschlagen.

Schließlich gelangen die Helden nach Asgard, wo Lif von den Asen freundlich aufgenommen wird. Um sich auf die letzte Schlacht, Ragnarök, die Götterdämmerung, vorzubereiten, wird Lif von den Asen zum Kämpfen ausgebildet.

Die Asen bereiten sich auf den Kampf vor und befestigen Asengard, ihre Heimat. Dabei soll ihnen ein Eisriese helfen, der Eisriese jedoch stellt die Bedingung, dass er für seine Hilfe die Göttin Freya und ihre beiden Kinder, Sonne und Mond haben möchte. Die Asen willigen zwar ein, jedoch ersinnt der Gott Thor eine List, so dass die Mauer zwar fast fertig gestellt wird, der Riese aber hintergangen wird. Im Zorn greift der Eisriese Odin und die anderen Asen an und wird getötet, dabei stirbt jedoch auch Baldur. Loki, der Ase der dem Riesen den Auftrag zum Bau der Mauer erteilt hatte, flieht nach dem Kampf und läuft zu Surtur über.

Lif, Odin und Thor machen sich auf die Jagd nach Loki. Nachts schleicht Lif sich davon und flieht mit Odins Pferd Skleipnir. Er gelangt zum Urdbrunnen unter der Weltesche Yggdrasil, wo er einen Blick auf sein Schicksal werfen kann. Lif wird vom Brunnen weisgesagt dass die Menschen die Götter Midgards gemacht haben - nach ihren Vorstellungen, daher gibt es Krieg und Verderben.

Vom Urdbrunnen aus bricht er auf zu Osruns Hof, jedoch ist der Hof verlassen. Lif erkennt, dass er keinen Platz mehr unter den Menschen hat da alle Menschen ihn hassen und für den Fimbulwinter und die damit verbundenen Konflikte unter den Menschen um Nahrung und Unterkunft sowie alles Leid verantwortlich machen. Er kehrt mit Odin und Thor zurück nach Asengard um die Schlacht Ragnarök endgültig zu schlagen.

In der Schlacht sterben alle Götter und anderen beteiligten Kreaturen, schließlich steht Lif Surtur und Lifthrasil gegenüber, als Surtur versucht Lif zu erwürgen, wird er von Lithrasil mit einem Speer getötet. Lif versucht mit Lifthrasil zu kämpfen, aber Lifthrasil lehnt den Kampf ab und beruhigt Lif: Sie sind die einzigen Überlebenden der Schlacht und bestimmen das Schicksal der neuen Welt. Lifthrasil nimmt den Helm ab und entpuppt sich als eine Frau - Lifs Schwester.

Hintergrund Bearbeiten

Wolfgang und Heike Holbein haben den germanischen Sagenkreis lediglich als Anregung für ihre Geschichte genommen, die Charaktere kommen allesamt in verschiedenen Sagen vor, aber stehen in einem anderen Zusammenhang: Beispielsweise findet Ragnarök ohne Lif und Lifthrasil (richtig: Lífthrasir) statt, die beiden gelten lediglich als die einzigen Menschen, die den Fimbulwinter überleben konnten.

Stichwörter Bearbeiten

Charaktere Bearbeiten

Baldur | Lif | Lifthrasil | Loki

Orte Bearbeiten

Midgard | Yggdrasil

Sonstiges Bearbeiten

Fimbulwinter

Weblinks Bearbeiten